Mittwoch, 29. Januar 2014
Freitag, 29. März 2013
Die Karwoche - Karfreitag
1. Jüdische Tradition - Talmud
Vor dem hohen Rat spricht Jesus: Von nun an aber wird der Sohn des Menschen sitzen zur Rechten der Macht Gottes.
Am gleichen Tag singt der Levitenchor beim Opfer Psalm 93:
Der HERR ist König! Er hat sich bekleidet mit Hoheit! Der HERR hat sich bekleidet, mit Stärke hat er sich umgürtet! Ja, fest steht die Welt, sie wird nicht wanken. Dein Thron steht fest von alters her, von Ewigkeit her bist du. Ströme erhoben, HERR, Ströme erhoben ihr Tosen, Ströme erheben ihr Brausen. Mächtiger als das Tosen gewaltiger Wasser, wuchtiger Brecher des Meeres, mächtiger ist der HERR in der Höhe. Deine Zeugnisse sind sehr zuverlässig. Deinem Haus geziemt Heiligkeit, HERR, für alle Zeiten.
An dem Tag, als der erste Mensch, Adam, als Krone der Schöpfung das Leben aus der Hand des Schöpfers bekam, ermordeten dessen Nachkommen den Messias, den letzten Adam.
2. Jüdische Feste
Jesus ging auf seinem Weg nach Golgatha durch das Gartentor aus der Stadt hinaus, genauso wie immer und immer wieder die Sündopfer, die man nicht im Tempel verbrennen durfte, außerhalb der Stadt hinausgebracht wurden, um sie dort zu verbrennen. So hat Jesus das Opfer erfüllt. In Hebräer 13, 11 heißt es:
Denn die Leiber der Tiere, deren Blut durch den Hohenpriester für die Sünde in das Heiligtum hineingetragen wird, werden außerhalb des Lagers verbrannt.
Die Karwoche - Gründonnerstag
1. Jüdische Feste
An diesem Donnerstag, den 14. Nissan musste das Passahopfer geschlachtet werden. In der Nacht dieses 14. Nissan wird Jesus als das perfekte Opferlamm zum Tode verurteilt.
Auch Jesus und seine Jünger feiern das Passahfest. Jesus erteilt Petrus und Johannes den Auftrag das Passah zuzubereiten. D.h. die Jünger mussten zunächst zum Vorhof des Tempels, um das Lamm dort schlachten zu lassen. Das Blut von zigtausend Lämmern floss vom Tempelberg ins Kidrontal. Offenbar hat dies gerade Johannes und Petrus so stark beeinflusst, dass in ihren Schriften das Thema "Jesus als Lamm" immer wieder auftaucht - in den Schriften des Johannes allein 30 Mal. In 1. Petrus 1, 17-20 lesen wir:
Und wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person nach eines jeden Werk richtet, so wandelt die Zeit eurer Fremdlingschaft in Furcht! Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken. Er ist zwar im Voraus vor Grundlegung der Welt erkannt, aber am Ende der Zeiten offenbart worden um euretwillen.
2. Jüdische Tradition - Talmud
An diesem Donnerstag erklang auf dem Tempelplatz Psalm 81:
Ich habe von der Last befreit seine Schulter, seine Hände lösten sich vom Tragkorb. In der Bedrängnis riefst du, und ich befreite dich. Ich antwortete dir im Donnergewölk. Ich prüfte dich am Wasser von Meriba. // Höre, mein Volk, ich will dich warnen. Israel, wenn du mir doch gehorchtest! Es soll kein fremder Gott bei dir sein, und du sollst nicht anbeten einen Gott des Auslands. Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten herausgeführt hat. Tue deinen Mund weit auf, und ich will ihn füllen. Aber mein Volk hat nicht auf meine Stimme gehört, und Israel ist mir nicht willig gewesen. Da gab ich sie dahin in die Verstocktheit ihres Herzens. Sie wandelten nach ihren Ratschlägen. Dass mein Volk auf mich hörte, Israel in meinen Wegen wandelte! Bald würde ich ihre Feinde beugen, meine Hand wenden gegen ihre Bedränger. Die den HERRN hassen, würden ihm Ergebung heucheln, ihre Zeit würde ewig sein. Mit dem besten Weizen würde ich es speisen, und mit Honig aus dem Felsen würde ich es sättigen.
Gott warnt hier sich vor einem Gott des Auslands zu bücken. Am nächsten Tag werden die Schriftgelehrten zu Pilatus sagen: Wir haben den Kaiser, wir müssen dem Kaiser gehorchen, dieser Jesus, mit dem haben wir nichts zu tun, mit diesem König der Juden.
Die Karwoche - Mittwoch
Jüdische Tradition (Talmud)
Zur gleichen Zeit wurde vom Chor der Leviten Psalm 94 gesungen:
Gott der Rache, HERR, Gott der Rache, strahle hervor! Erhebe dich, Richter der Erde, vergilt den Hochmütigen ihr Tun! Bis wann werden die Gottlosen, HERR, bis wann werden die Gottlosen jubeln, übersprudeln, Freches reden, werden sich rühmen alle Übeltäter? Dein Volk, HERR, zertreten sie, dein Eigentum bedrücken sie. Die Witwe und den Fremden bringen sie um, die Waisen ermorden sie. Sie sagen: Jah sieht es nicht! Der Gott Jakobs merkt es nicht! Habt Einsicht, ihr Unvernünftigen unter dem Volk! Ihr Toren, wann werdet ihr verständig werden? Der das Ohr gestaltet hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gebildet hat, sollte der nicht sehen? ... Sollte mit dir verbündet sein der Thron des Verderbens, der Unheil schafft gegen die Ordnung? Sie rotten sich gegen die Seele des Gerechten zusammen, und unschuldiges Blut sprechen sie schuldig. Doch der HERR wurde mir zur Burg, mein Gott zum Fels meiner Zuflucht. Er lässt ihre Ungerechtigkeit auf sie zurückfallen, und in ihrer Bosheit wird er sie zum Schweigen bringen. Zum Schweigen bringen wird sie der HERR, unser Gott.
Mittwoch, 27. März 2013
Die Karwoche - Dienstag
1. Jüdische Tradition (Talmud)
An diesem Tag sang der levitische Chor im Tempel anlässlich des täglichen Brandopfers Psalm 82:
Gott steht in der Gottesversammlung, inmitten der Mächtigen richtet er: »Wie lange wollt ihr ungerecht richten und die Person des Gottlosen ansehen? Schafft Recht dem Geringen und der Waise, den Elenden und Armen laßt Gerechtigkeit widerfahren! Befreit den Geringen und Bedürftigen, errettet ihn aus der Hand der Gottlosen!« Aber sie erkennen nichts und verstehen nichts, sondern wandeln in der Finsternis; es wanken alle Grundfesten der Erde! »Ich habe gesagt: Ihr seid Götter und allesamt Söhne des Höchsten; dennoch sollt ihr sterben wie ein Mensch und fallen wie einer der Fürsten!« Mache dich auf, o Gott, richte die Erde; denn du bist Erbherr über alle Völker!
2. Erfüllte Prophetie
Der Herr Jesus ging aus dem Tempel hinaus, die Jünger zeigten nochmals die prächtigen Gebäude des zweiten Tempels und der Jesus erklärt, hier wird nicht ein Stein mehr auf dem anderen stehen, der nicht abgebrochen wird, Dann ging der Herr mit den Jüngern hinüber auf den Ölberg, im Anschluss an den ereignisreichen Tempeltag. Von dort aus hatten sie eine wunderbare Aussicht auf den Tempelplatz. Vom Tempelberg aus bot sich der schönste Ausblick auf die gesamten Anlagen des Heiligtums. Und da stellten die Jünger vier Fragen: Wann wird die Zerstörung des zweiten Tempels stattfinden? Was wird das Zeichen der Zerstörung des Tempels sein? Was ist das Zeichen deiner Wiederkunft? Was ist das Zeichen des Abschlusses der gegenwärtigen heilsgeschichtlichen Periode? Jesus gab als Antwort gleich einen ganzen Katalog, Zeichen, die wir heute schon nachvollziehen können.
Die Karwoche - Montag
Jüdische Tradition (Talmud)
An diesem Wochentag wurde im Tempel in Verbindung mit dem täglichen Brandopfer Psalm 48 gesungen. In diesem Lied wird die königliche und richterliche Autorität Gottes in Jerusalem und auf dem Tempelberg gepriesen. Wie am Palmsonntag so passt auch hier wieder der Tagesgesang im Tempel wunderbar zu den in den Evangelien berichteten Ereignissen. Psalm 48, 1-2.10-12:
Groß ist der HERR und hoch zu loben in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berg. Schön erhebt sich, die Freude der ganzen Erde, der Berg Zion auf der Seite des Nordens - die Stadt des großen Königs.
Wir gedenken, o Gott, an deine Gnade inmitten deines Tempels. Wie dein Name, o Gott, so reicht auch dein Ruhm bis an die Enden der Erde; deine Rechte ist voller Gerechtigkeit. Der Berg Zion freut sich, die Töchter Judas frohlocken um deiner Gerichte willen.
Der Herr Jesus betrat die königliche Säulenhalle, das ist die prächtigste Halle im Tempel, im Süden befand sie sich. Dort war der Sitz des Hohen Rates in der Südostecke und der Marktplatz, wo man Opfertiere verkaufte. Der Herr Jesus trat also als König in die königliche Säulenhalle, um dort als oberster messianischer Richter, als König über alle Könige, für Ordnung zu sorgen.
Es war der zweite Tag der Woche, dies entspricht dem zweiten Schöpfungstag, wo Gott eine Scheidung gemacht hat zwischen den Wassern oberhalb der Ausdehnung und den Wassern unterhalb der Ausdehnung. Es ist der Tag, an dem der Herr Jesus in seiner höchsten Autorität geschieden hat zwischen heilig und unheilig in seinem Haus.
Die Karwoche - Palmsonntag
1. Die Jahrwochen Daniels
Dieses Ereignis fand am 173.880sten Tag nach dem Erlass zum Wiederaufbau Jerusalems durch den persischen König Artaxerxes statt, das heißt exakt am Ende der in Daniel 9, 25 geweissagten 69 Jahrwochen. Eine Jahrwoche dauert 7 Jahre und es sind Jahre von 360 Tagen. 69 * 7 *360 = 173.880 Tage.
2. Jüdische Tradition (Talmud)
Im Talmud war klar geregelt, welcher Psalm an welchem Wochentag jeweils in Verbindung mit dem täglichen Brandopfer im Tempel gesungen wurde. Der Messias Jesus zog ausgerechnet an dem Tag in triumphaler Weise durch die Tore der Stadt Jerusalem und des Tempels ein, als der levitische Chor unter instrumentaler Begleitung des Orchesters den Psalm 24 sang. (Vers 7ff):
Hebt eure Häupter empor, ihr Tore, und hebt euch, ihr ewigen Pforten, damit der König der Herr-lichkeit einziehe! Wer ist dieser König der Herrlichkeit? Es ist der HERR, der Starke und Mächtige, der HERR, der Held im Streit! Hebt eure Häupter empor, ihr Tore, ja, hebt [eure Häupter], ihr ewigen Pforten, damit der König der Herrlichkeit einziehe! Wer ist denn dieser König der Herrlichkeit? Der HERR der Heerscharen, er ist der König der Herrlichkeit!
Genauso waren an den einzelnen Wochentagen immer Leute vorgesehen, die im Land verteilt, in Verbindung mit den täglichen Brandopfern, Stellen aus 1. Mose lesen mussten. Und am ersten Tag der Woche da lasen sie den ersten Schöpfungstag. Am ersten Schöpfungstag hieß Gott Licht aus der Finsternis leuchten in die Dunkelheit hinein. Genau an diesem ersten Tag kam der Herr Jesus vom Osten her, vom Ölberg, in die mit Finsternis bedeckte Stadt Jerusalem hinein, Licht in die Finsternis.
3. Jüdische Feste Der Palmsonntag fand am 10. Nissan statt. An diesem Tag musste nach 2. Mose 12, 3+6 jede Familie in Israel das Passahlamm in Verwahrung nehmen. Der Einzug der Passahlämmer in die Familien hatte demnach eine wunderbare Entsprechung in dem Einzug des wahren Passahopfers am Palmsonntag in die Tempelstadt Jerusalem.